Photovoltaik Gewerbe und Elektrifizierung im Zusammenspiel

Wärmepumpe und E-Ladesäule machen Gewerbeimmobilien effizienter, erhöhen aber den Strombedarf. Solarstrom vom eigenen Gewerbedach ist pro Kilowattstunde 30 bis 67 % günstiger als Netzstrom. Wie beides zusammenspielt, wie viel Autarkie realistisch ist und wie Eigentümer*innen auch ohne Eigenkapital profitieren.

Elektrifizierung im Gewerbe und die Rolle von Photovoltaik

Wärmepumpe und E-Ladesäule gehören für viele Gewerbeimmobilien inzwischen zum Standard, sie erhöhen aber auch den Strombedarf deutlich. Ohne eigene Stromerzeugung frisst dieser zusätzliche Bedarf die durch die Elektrifizierung erhoffte Einsparung schnell wieder auf. Gewerbliche Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach lösen genau dieses Problem, sie liefern Strom für Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur zu Kosten von 5,7 bis 12 Cent pro Kilowattstunde laut Fraunhofer ISE, während Netzstrom für Gewerbekunden aktuell ab 16,7 Cent pro Kilowattstunde liegt laut BDEW (Stand April 2026). Je nach Anlage und Standort ergibt sich daraus eine Ersparnis von 28 bis 66 %. 

‍

Das funktioniert auch ohne Eigenkapital, wenn das Dach verpachtet wird. Dieser Beitrag zeigt, wie Elektrifizierung und Photovoltaik im Gewerbe zusammenspielen und was sich dabei für wen wirklich rechnet. 

Kurzübersicht

  • Elektrifizierung, z.B. durch Wärmepumpe und E-Ladesäule, erhöht den Strombedarf im Gewerbe deutlich. Ohne eigene Stromerzeugung durch Aufdach-PV bleibt die erhoffte Einsparung durch erhöhten Stromverbrauch oft aus.
  • Eigener Solarstrom kostet aktuell 5,7 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, Netzstrom für Gewerbe rund 16,7 Cent → Ersparnis von 28 bis 66 %.
  • Ohne Speicher lassen sich 30 bis 50 % des Strombedarfs über die eigene PV-Anlage decken, mit Speicher bis zu 70 %.
  • Eine 100-kWp-Dachanlage kostet je nach Standort 90.000 bis 160.000 Euro und amortisiert sich über die Eigenverbrauchsersparnis in etwa 6 bis 15 Jahren.
  • Aktuelle Entlastungen bei CO2-Preis und Netzentgelten sind nicht dauerhaft garantiert. Ein neuer Kapazitätsmarkt für Gaskraftwerke könnte die Kosten wieder erhöhen.
  • Auch ohne gesetzliche ESG-Berichtspflicht verbessert eine PV-Anlage die Position bei Banken gegenüber größeren Geschäftspartnern*innen und die Reputation bei Kund*innen und Mietern.
  • Eigentümer*innen ohne Eigenkapital können ihr Dach verpachten, erhalten dafür eine jährliche Dachrente und können den erzeugten Solarstrom bis zu 40 % günstiger als Netzstrom beziehen.

Fazit: Elektrifizierung und Photovoltaik gehören im Gewerbe zusammen. Wer beides kombiniert, senkt seine Energiekosten spürbar und macht sich unabhängiger von politischen Entscheidungen bei Strompreisen. Wer nicht selbst investieren will, kommt über die Dachverpachtung trotzdem zu einem Teil dieses Vorteils.

Warum lohnt sich eigener Solarstrom im Gewerbe, auch wenn Netzstrom aktuell wieder etwas günstiger wird? 

Welche Kostenrisiken bleiben für Gewerbeimmobilien trotz aktueller Entlastungen bestehen?

Wer heute eine Gewerbeimmobilie betreibt und Netzstrom bezieht, profitiert 2026 kurzfristig von einigen Entlastungen, die aber keine dauerhafte Sicherheit bieten. Der CO2-Preis wurde durch eine Einigung von Union und SPD bis 2027 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne gedeckelt, statt wie ursprünglich geplant weiter zu steigen. Die Netzentgelte sinken 2026 sogar, dank eines Bundeszuschusses von 6,5 Milliarden Euro. Auch die allgemeine Energiepreisinflation hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt.

Diese Entlastungen sind jedoch politisch beschlossen, nicht strukturell garantiert, und können sich mit der nächsten Haushaltslage oder Regierungskonstellation wieder ändern. Gleichzeitig entsteht mit dem neuen Kapazitätsmarkt für Gaskraftwerke ein zusätzliches Risiko, das laut Verbraucherzentrale Bundesverband rund 2 Cent pro Kilowattstunde zusätzliche Umlage bedeuten könnte. Für Photovoltaik Gewerbe-Entscheider heißt das, wer auf dauerhaft günstigen Netzstrom hofft, verlässt sich auf eine politische Zusage, keine strukturelle Gewissheit. Das gilt umso mehr, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe oder E-Ladesäulen den Strombedarf erhöhen, denn dann wirkt jede künftige Kurskorrektur bei Netzentgelten oder CO2-Preis doppelt.

Warum lohnt sich Elektrifizierung mit eigenem Solarstrom noch mehr?

Viele Unternehmen elektrifizieren inzwischen an vielen Stellen, beispielsweise mit dem Einbau von Wärmepumpen statt Gasheizungen oder E-Ladesäulen statt Dieselfahrzeugen und mehr. Der Ansatz stimmt, allerdings geht die Rechnung nur auf, wenn der Strom für die elektrifizierten Bereiche auch günstig ist. 

Eine Wärmepumpe rechnet sich im Betrieb auch mit Netzstrom. Mit jeder Wärmepumpe und jeder Ladesäule steigt jedoch der Strombedarf und damit die Abhängigkeit vom Netzstrompreis. Dessen aktuelle Entlastungen sind politisch beschlossen, nicht dauerhaft garantiert. Eigener Solarstrom senkt die Stromkosten weiter und macht sie planbarer. Elektrifizierung wird dadurch nicht erst sinnvoll, aber deutlich wirtschaftlicher.

Photovoltaik im Gewerbe: Warum sind Solardächer die logische Antwort auf steigende Stromkosten? 

Gewerbliche PV-Anlagen auf dem eigenen Dach brechen diesen Teufelskreis. Eine Solaranlage auf dem Gewerbedach liefert Strom zu Gestehungskosten von typischerweise 5,7 bis 12 Cent pro Kilowattstunde und ist damit, je nach Anlage und Standort, 28 bis 66 % günstiger als der aktuelle Netzstrom. 

Wer gleichzeitig elektrifiziert und eine eigene PV-Dachanlage betreibt, nutzt günstigen Solarstrom für Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur. Sinken die Netzstromkosten nie wieder dauerhaft, wird dieser Vorteil mit jedem Jahr größer.

Wie senkt Elektrifizierung mit Photovoltaik die Stromkosten um bis zu 66 %? 

Eigenverbrauch maximieren: Wärmepumpe als erster Hebel

Bei der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik wirken zwei Hebel, die man getrennt betrachten sollte: Die Wärmepumpe senkt den Energiebedarf, der Solarstrom senkt den Preis jeder Kilowattstunde, die sie dafür braucht. Die Wärmepumpe senkt den Energiebedarf um rund drei Viertel. Ein Lagergebäude mit 2.000 bis 3.000 m² Nutzfläche verbraucht beim offiziellen Vergleichswert für Lagergebäude von 38,1 kWh pro m² und Jahr rund 76.200 bis 114.300 kWh Gas. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom im Mittel 3,4 kWh Wärme (Fraunhofer ISE) und braucht für dieselbe Wärme nur rund 20.200 bis 30.300 kWh Strom. Das ist rund 74 % weniger Endenergie. Allein dadurch sinken die Heizkosten schon mit Netzstrom um rund ein Drittel. Den größten Hebel für Solarstrom bieten aber Verbraucher, die tagsüber und das ganze Jahr Strom brauchen, wie Ladeinfrastruktur, Kühlung oder Produktion.

Warum gehören E-Ladesäule und Photovoltaik zusammen? 

E-Ladesäulen sind der zweite große Eigenverbrauchstreiber im gewerblichen Umfeld. Ein Fuhrpark verbraucht tagsüber Strom, genau dann, wenn die PV-Dachanlage Strom produziert. Durch die Erhöhung der Eigenverbrauchsquote wird der erzeugte Strom am wirtschaftlichsten genutzt und die E-Fahrzeuge günstiger geladen. 

Solarstrom macht jede verbrauchte Kilowattstunde deutlich billiger. Er kostet im Eigenverbrauch laut Fraunhofer ISE für Anlagen über 30 kWp typischerweise 5,7 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, Netzstrom für Gewerbe und Industrie (160.000 bis 20 Mio. kWh/Jahr) liegt laut BDEW aktuell (Stand April 2026) ab 16,7 Cent. 

Beispielrechnung

Ersparnis pro Fahrzeug und Jahr

E-Dienstwagen oder Transporter im Gewerbe, ca. 20.000 km pro Jahr, 22 kWh Verbrauch pro 100 km inklusive Ladeverluste, Jahresbedarf 4.400 kWh

Szenario A

Netzstrom

Laden ausschließlich über das Netz

Jahresbedarf4.400 kWh
× Preis16,7 ct/kWh

Kosten pro Jahr

734,80 €

Szenario B

Eigener Solarstrom

Laden tagsüber mit Strom vom Dach

Jahresbedarf4.400 kWh
× Preis5,7–12,0 ct/kWh

Kosten pro Jahr

250,80–528,00 €

Ersparnis pro Fahrzeug und Jahr

206,80–484,00 €

28 bis 66 % günstiger als reiner Netzstrombezug

Für einen Fuhrpark mit 10 Fahrzeugen

2.068–4.840 €

Ersparnis pro Jahr, bei Ladung tagsüber mit eigenem Solarstrom

Netzstrompreis: BDEW-Strompreisanalyse, Stand April 2026 (Gewerbe/Industrie, Mittelspannung). Solarstrompreis: Fraunhofer ISE, Studie Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien, Juli 2024 (PV-Dach groß, über 30 kWp). Szenario B setzt voraus, dass die Fahrzeuge tagsüber am Standort laden.

Die weiteren (steuerlichen) Vorteile von E-Mobilität für Gewerbe können Sie in unserem Magazin zum Thema nachlesen. 

Rendite gewerbliche PV Dachanlage: was eine 100-kWp-Anlage real erwirtschaftet

Eine 100-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung zwischen rund 93.500 kWh (Norddeutschland) und 128.000 kWh pro Jahr (Süddeutschland, optimal ausgerichtet). 

Werden 70 % davon selbst verbraucht, was bei kombinierten Wärmepumpen- und Ladeinfrastrukturen realistisch ist, spart das Unternehmen rund 10.900 bis 15.000 Euro jährlich allein durch das vermiedene Netzstrombezugskosten. Der Rest wird eingespeist. Je nach Standort und Investitionskosten amortisiert sich die Anlage allein über die Eigenverbrauchsersparnis in rund 6 bis 15 Jahren, mit den Einnahmen aus der Einspeisung entsprechend früher. 

Rendite-Rechnung

Wann amortisiert sich die PV-Dachanlage?

Kumulierter Cashflow einer 100-kWp-Dachanlage über 20 Jahre, je nach Investitionskosten (90.000 bis 160.000 €) und jährlicher Ersparnis (10.930 bis 14.963 €)

Typischer Fall Bandbreite: günstigster bis teuerster Fall
Kumulierter Cashflow 200.000 € 150.000 € 100.000 € 50.000 € 0 € −50.000 € −100.000 € −150.000 € 0 5 10 15 20 Jahre Break-even: 9,7 Jahre Günstigster Fall 209.260 € Typischer Fall 133.930 € Teuerster Fall 58.600 €

Günstigster Fall

6,0 Jahre

bis Break-even

Typischer Fall

8–10 Jahre

bis Break-even

Teuerster Fall

14,6 Jahre

bis Break-even

Investitionskosten: Fraunhofer ISE, Studie Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien, Juli 2024 (PV-Dach groß, über 30 kWp, 900–1.600 €/kWp bei 100 kWp Anlagengröße). Jährliche Ersparnis berechnet auf Basis von Netzstrompreis (BDEW-Strompreisanalyse, Stand April 2026) und Solarstromgestehungskosten (Fraunhofer ISE, Juli 2024) bei 70 % Eigenverbrauch. Typischer Fall: mittlere Annahme aus beiden Bandbreiten. Kalkulation ohne Berücksichtigung von Wartungskosten, Degradation oder Strompreisentwicklung über die Laufzeit.

‍‍

Wie hoch ist die realistische Autarkie durch Photovoltaik im Gewerbe?

Vollständige Autarkie kann man im Gewerbe durch eine eigene PV-Anlage nicht erreichen. 

Realistisch sind 30 bis 50 % solarer Deckungsgrad ohne Speicher. Ein Betrieb mit Tagschicht profitiert davon am stärksten, weil sein Verbrauch mit der Solarerzeugung zusammenfällt.

Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Grad auf bis zu 70 % steigern. Das reicht, um Netzstrombezug spürbar zu senken und gleichzeitig Versorgungssicherheit zu gewinnen, zwei Vorteile, die bei steigenden Netzentgelten immer mehr zählen.

Autarkiegrad

Wie viel Autarkie ist im Gewerbe realistisch?

Solarer Deckungsgrad einer gewerblichen PV-Dachanlage mit Tagschicht-Verbrauchsprofil, mit und ohne Batteriespeicher

0 % 25 % 50 % 75 % 100 %
Ohne Speicher 30–50 %

Solarer Deckungsgrad tagsüber, abhängig von Betriebszeiten und Dachfläche

Mit Batteriespeicher
70 %

Speicher deckt zusätzlich den Abendverbrauch aus tagsüber erzeugtem Solarstrom

Bis zu +20 Prozentpunkte mehr Autarkie sind mit einem Batteriespeicher möglich (bezogen auf den oberen Wert ohne Speicher). Das senkt den Netzstrombezug spürbar und erhöht gleichzeitig die Versorgungssicherheit, zwei Vorteile, die bei steigenden Netzentgelten immer mehr zählen.

Werte gemäß Artikeltext: 30 bis 50 % solarer Deckungsgrad ohne Speicher, bis zu 70 % mit Batteriespeicher, hergeleitet für ein gewerbliches Tagschicht-Verbrauchsprofil auf Basis von Verbraucherzentrale-Richtwerten zum Eigenverbrauchsanteil.

‍

Welchen Wettbewerbsvorteil bringt Elektrifizierung 2026 für Unternehmen? 

Welchen Vorteil bringt Elektrifizierung für die ESG-Bilanz und Zukunftssicherheit einer Immobilie?

Die CSRD-Berichtspflicht gilt seit der EU-Omnibus-Reform nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 450 Millionen Euro, ab dem Berichtsjahr 2027. 

Für die meisten Gewerbeimmobilien-Eigentümer*innen und ihre Mieter greift diese gesetzliche Pflicht also nicht direkt. Trotzdem lohnt sich das Thema auch für kleinere und mittlere Betriebe, Banken vergeben Kredite zunehmend nur noch an Projekte, die ESG-Kriterien erfüllen, und größere Geschäftspartner geben ihre eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen häufig an Zulieferer und Vermieter weiter, auch wenn diese selbst nicht berichtspflichtig sind. Wer dokumentierte, erneuerbare Eigenerzeugung nachweisen kann, verbessert außerdem den Nachhaltigkeitsscore der eigenen Immobilie in gängigen Zertifizierungssystemen wie DGNB, BREEAM oder LEED, und ist damit besser vorbereitet als ein Betrieb, der ausschließlich Netzstrom bezieht.

Elektrifizierung und eigene Photovoltaik zahlen außerdem auf die Zukunftssicherheit der Immobilie ein. Die gesetzlichen Anforderungen wurden zuletzt zwar vereinfacht, an der grundsätzlichen Richtung (mehr Energiekosten für fossil betriebene Gebäude) ändert das nichts. Wer heute in eigene Stromerzeugung investiert, macht sich unabhängiger von dieser Entwicklung.

Marktpositionierung: wie Solar-Eigenversorgung Miet- und Standortattraktivität steigert

Die Energieversorgung eines Gewerbeobjekts ist für mietende Unternehmen vor Ort von großer Bedeutung. Bei Standortentscheidungen wird aktiv geprüft, ob eine günstige lokale Stromversorgung gegeben oder geplant ist, da Betriebskosten dadurch direkt gesenkt werden. Die Stromversorgung mit Aufdach-Solar ist dank entfallender Netzentgelte bis zu 40 % günstiger als Netzstrom. Objekte mit gewerblicher PV-Dachanlage erzielen laut Marktbeobachtungen höhere Vermietungsquoten und stabilere Mietverhältnisse. Kurz gesagt: Solar schützt vor Leerstand.

Dach verpachten statt selbst investieren: so funktioniert der Photovoltaik Pachtvertrag für Gewerbe

 Dachpacht Photovoltaik: welche Einnahmen Eigentümer*innen ohne Eigenkapital erzielen

Wer denkt, dass ein Gewerbedach ohne Eigenkapital nicht gewinnbringend sein kann, täuscht sich. Will oder kann man nicht selbst in eine Solaranlage auf dem Gewerbedach investieren, lohnt sich ein Blick auf das Modell der Dachverpachtung. 

In diesem Fall pachtet Projektentwickler das Dach, installiert die PV-Anlage auf eigene Kosten und zahlt dem Gebäudeeigentümer eine jährliche Pacht. 

Bei hellgrün liegen die Pachteinnahmen bei bis zu 35 Euro pro kWp jährlich, abhängig davon, ob der Strom vor Ort abgenommen oder ins Netz eingespeist wird und von anderen Faktoren wie Dachgröße, Ausrichtung, Verschattung und Dachzustand. Bei einem Gewerbedach mit 100 kWp möglicher Anlagenleistung sind das bis zu 3.500 Euro pro Jahr. 

Hinzu kommt die Möglichkeit, den erzeugten Solarstrom zu einem bis zu 40 % günstigeren Preis als Netzstrompreis zu beziehen. Photovoltaik für Gewerbe rechnet sich damit auch für Eigentümer*innen, die selbst nicht investieren können oder wollen. Die Laufzeiten betragen meist 20 bis 30 Jahre, was planbare Zusatzeinnahmen und Einsparungen über Jahrzehnte sichert.

Hinzukommen Vorteile wie eine Erfüllung der Solarpflicht, eine anteilige Deckung von nötigen Dachsanierungen durch die Pachtzahlungen und dass der Pächter alle Risiken bei Planung, Bau und Betrieb der Anlage trägt.

Wie läuft die Dachverpachtung für Solar in der Praxis ab?

Der Prozess ist überschaubarer, als viele erwarten und lassen sich in sechs Schritte aufteilen:

Zeitplan Dachverpachtung mit hellgrün

1. Vorplanung. Wir prüfen, wie viel Solarstrom sich auf eurem Dach realistisch erzeugen lässt, abhängig von Faktoren wie Dachgröße, Ausrichtung, Verschattung und Statik.

2. Individuelles Pachtangebot. Auf Basis der Vorplanung erstellen wir ein maßgeschneidertes Angebot mit erwarteter Stromerzeugung, Vertragslaufzeit und Pachtkonditionen.

3. Vertragsunterzeichnung und Grundbucheintrag. Nach Einigung wird der Pachtvertrag unterschrieben und eine Dienstbarkeit ins Grundbuch eingetragen, die den Anlagenbetrieb auch bei einem Eigentümerwechsel rechtlich sichert.

4. Dachevaluation und Planung. Eine Fachkraft prüft Dachkonstruktion und Tragfähigkeit vor Ort und legt die technische Umsetzung fest.

5. Installation. hellgrün übernimmt Montage, Genehmigungen und Netzanmeldung, für euch entsteht dabei kein Mehraufwand.

6. Betrieb. Nach Netzanschluss läuft die Anlage, hellgrün kümmert sich um die Wartung, ihr erhaltet die jährlichen Pachtzahlungen.

7. Vermarktung. Ihre Mieter können ab jetzt dauerhaft günstig und klimaneutral den Strom der Anlage beziehen

Wer sich über den genauen Ablauf einer Dachflächenverpachtung mit hellgrün informieren möchte, wird hier fündig. 

Welche Vertragslaufzeiten und Haftungsfragen gelten beim Pachtvertrag? 

Lange Laufzeiten sind bei der Dachverpachtung für Solar die Norm. 20 Jahre sind Standard und können oft auf 30 Jahre verlängert werden. Aufgrund der langen Vertragsdauer sollten Eigentümer*innen von Gewerbeimmobilien die Vertragskonditionen genau prüfen. Besonders wichtig sind die folgenden Punkte:

  1. Wer haftet bei Dachschäden durch die Montage?
  2. Was passiert beim Eigentümerwechsel? 
  3. Wer trägt die Kosten für Rückbau nach Vertragsende? 

Hier ein Überblick, was vertraglich geklärt sein sollte: 

Eigentümerwechsel
Laufzeit
Kündigung
Nutzungsrechte
Grundbucheintrag
Gewinnanteil
Pachthöhe
Rückbau

Faustregel: Vertrag vor Unterschrift von einem unabhängigen Anwalt mit Energierechts-Erfahrung prüfen lassen. 

Alle Vor- und Nachteile der Dachflächenverpachtung sowie eine Checkliste zu Pachtverträgen finden Sie in unserem Magazin. 

Wie das hellgrün-Modell strukturelle Investitionshürden löst

Viele Gewerbeimmobilien-Eigentümer*innen wissen, dass ihr Dach Potenzial hat, aber Eigenkapital, Zeit und technisches Know-how fehlen. Genau hier setzt hellgrün Energie an. 

Wir übernehmen Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der PV-Anlage komplett aus einer Hand. Der Eigentümer erhält eine jährliche Dachpacht über 20-30 Jahre und kann den Solarstrom bis zu 40 % günstiger als Netzstrom beziehen. Das gleiche gilt auch für gewerbliche Mieter*innen vor Ort. Zudem wird durch die Dachverpachtung für Solar die Solarpflicht für Gewerbeimmobilien ohne Eigeninvestment umgesetzt.

Mit unserer Unterstützung werden Gewerbeimmobilien zukunftssicher gemacht und Solaranlagen gebaut, die es sonst nicht gegeben hätte. Ein wichtiger Schritt für die Energiewende, unsere Umwelt und Deutschlands Energieunabhängigkeit. 

Wer sein Dach kostenlos zur Eignung prüfen lassen möchte, klickt hier.

‍

FAQ

Finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu unseren Lösungen

Was bedeutet Elektrifizierung für Gewerbeimmobilien und welche Rolle spielt Photovoltaik dabei?

Elektrifizierung bedeutet den Umstieg von fossilen Energieträgern auf strombasierte Technik, also Wärmepumpe statt Gasheizung und E-Ladesäule statt Dieselfuhrpark. Ohne eigene Stromerzeugung bleibt der erhoffte Kostenvorteil aber aus, da Netzstrom aktuell (Stand April 2026) laut BDEW für Gewerbe & Industrie (160.000 bis 20 Mio. kWh/Jahr) ab 16,7 ct/kWh kostet. Eine Photovoltaik-Anlage (über 30 kWp) auf dem eigenen Gewerbedach liefert laut Fraunhofer ISE Solarstrom schon für 5,7-12 Cent pro Kilowattstunde und macht Elektrifizierung damit erst wirtschaftlich sinnvoll. Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur profitieren am meisten, wenn ihr Verbrauch zeitlich auf die PV-Erzeugung abgestimmt wird. 

‍

Lohnt sich Photovoltaik Gewerbe auch ohne vollständige Elektrifizierung des Betriebs?

Ja, eindeutig. Schon ohne Wärmepumpe oder Ladeinfrastruktur senkt eine gewerbliche PV-Anlage die Stromkosten spürbar. Bei einer für Betriebe mit Tages-Grundlast typischen Eigenverbrauchsquote von 30 bis 50 % lässt sich anhand aktueller Solar- und Netzstrompreise auf eine Gesamteinsparung von rund 10 bis 30 % hochrechnen. Wer tagsüber Grundlast hat, profitiert sofort. Der Eigenverbrauch entscheidet über die Rendite, nicht die Anlagengröße allein. 

‍

Wie viel Pachteinnahmen kann ich pro Jahr durch Dachverpachtung für Photovoltaik erwarten?

Bei hellgrün liegen die Pachteinnahmen bei bis zu 35 Euro pro kWp jährlich, abhängig von der Stromabnahme vor Ort, Dachgröße, Ausrichtung, Verschattung und Dachzustand. Bei einem Gewerbedach mit 100 kWp möglicher Anlagenleistung sind das bis zu 3.500 Euro pro Jahr. Ohne Eigenkapital oder Betriebsaufwand. 

‍

‍

Was regelt ein Photovoltaik Pachtvertrag Gewerbe und worauf sollten Eigentümer*innen achten?

Der Pachtvertrag legt beispielsweise Laufzeit (meist 20+ Jahre), Pachthöhe, Rückbaupflicht und Haftungsverteilung fest. Eigentümer*innen sollten auf eine klare Rückbauklausel und eine Indexierung der Pacht an die Inflation achten. Auch die Frage, wer bei Dachschäden haftet, muss vertraglich eindeutig geregelt sein.

‍

‍

Wie viel Autarkie wird durch Gewerbe Photovoltaik realistisch erreicht und wann lohnt ein Speicher?

Der Autarkiegrad einer Firma beschreibt den Anteil des Strombedarfs, der über eigene Erzeugungsanlagen, meist Photovoltaik, gedeckt wird. Ein Autarkiegrad von 40 Prozent bedeutet, 40 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs kommen aus der eigenen Anlage, 60 Prozent werden weiterhin aus dem Netz bezogen.

Für ein typisches Einfamilienhaus liegt dieser Wert ohne Speicher laut Verbraucherzentrale bei 25 bis 30 Prozent. Gewerbebetriebe erreichen üblicherweise mehr, meist 30 bis 50 Prozent. Der Grund: Ihr Stromverbrauch fällt während der Betriebszeiten an, also tagsüber, genau dann, wenn die PV-Anlage produziert. Ein Privathaushalt verbraucht seinen Strom dagegen vor allem morgens und abends, wenn kaum Sonne da ist.

Woran liegt es, dass die Quote auch im Gewerbe nicht noch höher ausfällt? Ganz einfach. Deutschland liegt nicht in Südeuropa, die Sonnenstunden sind begrenzt und schwanken stark zwischen Sommer und Winter. Im Sommer lässt sich ein großer Teil des Tagesverbrauchs über die eigene Anlage decken, im Winter kaum. Über das ganze Jahr gemittelt ergibt das die genannte Spanne.

Mit einem Batteriespeicher lässt sich die Quote weiter steigern, laut Verbraucherzentrale bei Privathaushalten auf bis zu 70 Prozent. Im Gewerbe ist ein ähnlicher Wert realistisch. Ein Speicher lohnt sich vor allem dann, wenn ein Betrieb auch abends oder nachts noch nennenswert Strom verbraucht, etwa durch Schichtbetrieb, Kühlung oder Ladeinfrastruktur, und dieser Strom sonst vollständig aus dem Netz kommen würde.

‍

‍