Warum PV-Solarparks mit Batteriespeicher für IAB-Investor*innen 2026 besonders attraktiv sind — und was das Projekt Ensfeld konkret bietet

Oft werden wir als Unternehmen, das auf Aufdach-Anlagen im Gewerbebereich spezialisiert ist, gefragt, warum wir mit dem Solarpark Ensfeld neuerdings auch ein Freiflächenprojekt im Portfolio haben.
Die einfache Antwort: Das Projekt lohnt sich wirtschaftlich und je mehr Solarenergie, desto besser. Der Solarausbau in Deutschland geht viel zu langsam voran und besonders in Verbindung mit landwirtschaftlicher Nutzung sind Freiflächenanlagen ein nachhaltiger und wichtiger Hebel für die Erreichung unserer Klimaziele.
In diesem Blog zeigen wir, dass Solarprojekte nicht nur gut für die Umwelt sind, sondern auch wirtschaftlich rentabel - besonders für IAB-Investor*innen.

Unter Freiflächen-PV versteht man gebäudeunabhängige Solaranlagen, die sich auch in vielen weiteren Punkte von Dachanlagen unterscheiden. Hier ein kurzer Überblick:

Viele Freiflächenprojekte werden inzwischen gleichzeitig für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Diese “Doppelbelegung” hat einige Vorteile, da die Solarmodule durch die Tiere vor Verschattung geschützt werden, die Tiere den Schatten der Module nutzen können und durch die Beweidung die Biodiversität der Fläche geschützt und teils sogar verstärkt wird. Dadurch werden auch Freiflächenanlagen zu nachhaltiger Energiegewinnung.
Neben Klimaschutz steht bei den Projekten klar die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Im folgenden erklären wir, was Freiflächen-PV zu einem rentablen Investment macht.
Die Rendite bei Freiflächen PV-Projekten hängt von verschiedenen Faktoren wie
ab. Um das zu veranschaulichen, haben wir eine Vergleichstabelle erstellt:

Dank Einspeisevergütung und steigender Stromnachfrage liefern PV-Investments auch in turbulenten Märkten stabile Erträge. Mehr dazu gibt’s in unserem Magazin zu krisensicheren Investments. Wer mehr über die Renditechancen bei PV-Projekten und darüber, worauf man bei einem Investment achten sollte, erfahren möchte, kann in unserem Blog zu transparenter Risikokommunikation weiterlesen.
Viele Investor*innen gehen davon aus, dass eine Bank nur mit substanziellem Eigenkapital finanziert. Bei der Finanzierung von PV-Freiflächeninvestments gilt eine andere Logik.
Banken bewerten Freiflächen-PV-Anlagen ähnlich wie Immobilien: als Sachwert mit gesichertem Cashflow. Die Anlage selbst dient als Sicherungsobjekt, vergleichbar mit einer Hypothek. Entscheidend ist dabei nicht das Eigenkapital der Investor*innen, sondern die Qualität des Projekts: Standort, Genehmigungsstand, technische Ausführung und die Bonität des Betreibers.
Die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung nach dem EEG läuft 20 Jahre lang: bei Projekten mit fester Einspeisevergütung als Festvergütungssatz, bei Direktvermarktungsprojekten wie Ensfeld über die staatlich garantierte Marktprämie, die die Differenz zwischen erzieltem Spotmarktpreis und dem anzulegenden Wert ausgleicht.
Es gibt kein Abnahmerisiko und ein strukturell abgesichertes Marktpreisrisiko. Genau diese Planungssicherheit akzeptieren Kreditinstitute als Sicherheit und ermöglicht in bankfähig strukturierten Projekten eine Vollfinanzierung über Fremdkapital. Ergänzend bietet die KfW mit dem “Programm Erneuerbare Energien Standard (Kredit Nr. 270)” zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeiten für PV-Projekte.
Bei steueroptimierten Freiflächenprojekten mit Speichern wie bei Ensfeld ist eine hundertprozentige Fremdfinanzierung möglich. Auch Branchenkenntnisse, Erfahrung als Anlagenbetreiber oder Behördenkontakte fallen bei diesem Investment weg:
Planung, Bau und Betrieb übernimmt hellgrün vollständig. Investor*innen sind Eigentümer*innen mit stabilen Renditen ohne Mehraufwand.
Wer bei einem großen Freiflächen Photovoltaik-Investment auf den IAB setzt, profitiert direkt vom Anlagenvolumen, denn eine größere Anlage bedeutet immer eine größere IAB-Basis. Nach § 7g EStG dürfen bis zu 50 % der geplanten Anschaffungskosten vorab gewinnmindernd abgezogen werden (bei einer Ensfeld-Einheit mit 385.354 € Kaufpreis also bis zu 192.677 €).

Viele Investor*innen übersehen die Sonder-AfA nach § 7g Abs. 5 EStG. Sie erlaubt seit Januar 2024 zusätzlich zur normalen linearen AfA eine Sonderabschreibung von bis zu 40 % der Anschaffungskosten, frei verteilbar auf das Anschaffungsjahr und die vier Folgejahre. Wichtig: Die 40 % werden auf die um den IAB geminderten Anschaffungskosten berechnet, nicht auf den ursprünglichen Kaufpreis.
Dieser steuerliche Hebel wirkt bei Freiflächen-PV nach denselben Regeln wie bei Aufdach-Anlagen. Der Unterschied liegt allein im Investitionsvolumen: Da Freiflächenprojekte in der Regel deutlich größere Anschaffungskosten haben, fällt auch der absolute Effekt aus IAB und Sonder-AfA entsprechend höher aus.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel verdeutlicht die Wirkung: Bei einer Investition von 200.000 € und einem IAB-Vorabzug von 100.000 € beträgt die Bemessungsgrundlage für Sonder-AfA und lineare AfA noch 100.000 €. Im ersten Betriebsjahr ergibt sich daraus eine Sonder-AfA von bis zu 40.000 € plus lineare AfA von rund 5.000 €. In Kombination mit dem IAB-Vorabzug aus dem Vorjahr lassen sich so bereits in den ersten beiden Jahren rund 70 % der ursprünglichen Anschaffungskosten steuerlich wirksam machen. Die laufende lineare AfA über die verbleibenden Jahre kommt noch hinzu.
Der Grünstromspeicher speichert überschüssigen PV-Strom tagsüber zu Zeiten niedriger oder negativer Spotmarktpreise und speist ihn abends bei höherer Nachfrage und besseren Preisen ins Netz ein. Diese zeitliche Optimierung der Einspeisung steigert die erzielten Erlöse gegenüber einer reinen PV-Anlage ohne Speicher messbar. Zudem wird das Stromnetz durch intelligentes Einspeisemanagement zu Zeiten mit hoher Energieerzeugung entlastet.
Bei negativen Spotmarktpreisen entfällt seit dem Solarspitzengesetz (Februar 2025) die EEG-Vergütung gemäß § 51 EEG 2023. Gemäß § 51a EEG 2023 wird der Förderzeitraum um die Ausfallzeiten verlängert, bei Solaranlagen mit einem Gewichtungsfaktor von 0,5. Ein Speicher vermeidet diese Ausfälle strukturell.
Die Relevanz von Speichern wird weiter zunehmen: Laut IEA World Energy Outlook 2025 wird Strom zur dominierenden Energieform weltweit: steigende Nachfrage und wachsende Anteile erneuerbarer Energien erhöhen die Preisvolatilität strukturell.
Auch unser Solarpark Ensfeld ist zu diesem Zweck mit einem großen 5,015 MWh Grünstromspeicher ausgestattet.
Ob sich ein Batteriespeicher wirtschaftlich lohnt, hängt stark von der konkreten Auslegung ab. Eine aktuelle Studie des Vermarktungsunternehmens Suena Energy hat 72 verschiedene Konfigurationen aus PV-Anlage und Speicher analysiert. Je nach Auslegung lagen die potenziellen Erlöse zwischen 79.000 und 169.000 Euro pro Megawatt installierter Speicherleistung, ein Unterschied von mehr als dem Doppelten.
Den höchsten spezifischen Erlös erzielte in der Studie eine Ost-West-ausgerichtete PV-Anlage mit einer Speicherratio von 0,67 Megawattstunden pro Megawattpeak. Zusätzlich zeigt die Studie, dass Speicher mit vier Stunden Speicherdauer je installierter Leistung höhere Erlöse erzielen als kürzere Zwei-Stunden-Systeme, wobei sich Größe und Ausrichtung der PV-Anlage nur im Zusammenspiel mit den übrigen Parametern auswirken.
Unser Freiflächenprojekt in Ensfeld ist genau nach diesem Muster ausgelegt.
WIRSOL hat die Anlage mit einer symmetrischen 50/50-Aufteilung auf Ost- und Westfläche geplant. Diese breitere Stromerzeugung über den Tagesverlauf schafft mehr Arbitragefenster für den Speicher. Mit einem Verhältnis von 5,015 MWh Speicherkapazität zu 7.634 kWp PV-Leistung liegt Ensfeld bei 0,66 MWh/MWp, nahezu deckungsgleich mit dem Studienoptimum von 0,67.
Bei der Speicherdauer geht Ensfeld einen eigenen Weg. Während die Studie zeigt, dass physische Vier-Stunden-Speicher wirtschaftlich im Vorteil sind, arbeitet Ensfeld mit virtuellem Trading über den Direktvermarkter ESFORIN. Handelspositionen werden bei negativen Strompreisen eingelagert und zu Hochpreiszeiten verkauft, ohne dass die physische Kapazitätsgrenze des Speichers den Spread begrenzt.
Das Ergebnis, verifiziert anhand echter EPEX-Spot-Marktdaten: 525 bis 541 Vollzyklen pro Jahr bei einem Spread von bis zu 120 Euro pro Megawattstunde, sowie ein Mehrertrag von 80,8 % im Jahr 2024 und 85,5 % im Jahr 2025 gegenüber einer Anlage ohne Speicher.
Damit überwindet Ensfeld die physische Zwei-Stunden-Speicherdauer, ohne auf die Erlösvorteile eines Vier-Stunden-Systems verzichten zu müssen. Selbst bei einem deutlich niedrigeren Mehrertrag von 50 % würde sich das Modell noch rechnen, was die Robustheit der Kalkulation unterstreicht.
Mehr zum Ensfeld-Projekt im nächsten Abschnitt.
Unser aktuelles Freiflächenprojekt “Ensfeld” in Kooperation mit Wirsol und Energy Global Invest ist ein Paradebeispiel für Freiflächen-PV mit Grünstromspeicher und landwirtschaftlicher Nutzung und leignet sich optimal für IAB-Investor*innen.
Hier ein kurzer Einblick in das Projekt:

Mit einem IRR von 10,4 %, der durch Volleinspeisung mit Direktvermarktung und gezieltes Einspeisemanagement durch den Speicher erzielt wird, ist die Anlage ein profitables Investment.
Wer sich für ein PV-Direktinvestment interessiert, kann über unseren Marktplatz einfach ein Beratungsgespräch vereinbaren oder das Exposé anfordern.
Finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu unseren Lösungen
Freiflächen-PV-Anlagen werden auf eigenständigen Grundstücken errichtet und sind als Direktinvestment in der Regel ab 100.000 € zugänglich. Das Investment-Volumen pro Einheit ist deutlich größer als bei Dachanlagen, was den steuerlichen Hebel durch IAB und Sonder-AfA entsprechend erhöht.
Agri-Photovoltaik (Agri-PV) bezeichnet die gleichzeitige Nutzung einer Fläche für landwirtschaftliche Produktion und Stromerzeugung. Die Landwirtschaft steht dabei im Vordergrund, die Stromerzeugung ist die zusätzliche Nutzung. Auf derselben Fläche wachsen also weiterhin Pflanzen oder weiden Tiere, während Solarmodule Strom erzeugen. Geregelt wird dieses Konzept in Deutschland durch die DIN SPEC 91434 aus dem Jahr 2021, die vorschreibt, dass maximal 10 bis 15 Prozent der Fläche für die PV-Anlage selbst in Anspruch genommen werden dürfen, je nach Bauform. Der Rest bleibt landwirtschaftlich nutzbar.
Typische Vorsteuer-Renditen liegen bei 4–6 % p.a. ohne steuerliche Optimierung. Mit integriertem Batteriespeicher, IAB und Sonder-AfA sind deutlich höhere Renditen möglich. Beim Projekt Ensfeld in Bayern werden 13,2 % p.a. vor Steuer prognostiziert — erzielt durch Volleinspeisung mit Direktvermarktung und zeitoptimiertes Einspeisemanagement via Speicher.
Banken akzeptieren den gesetzlichen EEG-Rahmen als bankfähige Sicherheit — bei Direktvermarktungsprojekten über die staatlich garantierte Marktprämie, die Preislücken zum anzulegenden Wert ausgleicht. Dieser planbare Cashflow über 20 Jahre ermöglicht in bankfähig strukturierten Projekten eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital — abhängig von Bonität und Projektstruktur.
Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) erlaubt es, bis zu 50 % der Investitionssumme vorab steuermindernd geltend zu machen. Da Freiflächen-Projekte deutlich größere Investitionsvolumina haben als Dachanlagen, ist der absolute Steuervorteil pro Einheit entsprechend höher.